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Dritter RaumCafés in Berlin

Cafés in Berlin nach Bezirk: alle zwölf im Überblick

2.533 Adressen, zwölf Bezirke, jede Adresse in genau einem. Die Balken zeigen die Verteilung – sie folgt nicht der Fläche, sondern der Dichte der Innenstadtlagen.

Cafés je Bezirk, absteigend. „stufenlos“ und „draußen“ zählen nur ausdrückliche Angaben.
BezirkCafésVerteilung draußenstufenlossonntags
Mitte 555 331 182 282
Charlottenburg-Wilmersdorf 405 158 78 197
Friedrichshain-Kreuzberg 394 236 81 217
Pankow 300 187 66 197
Tempelhof-Schöneberg 235 138 54 108
Neukölln 216 89 32 98
Steglitz-Zehlendorf 128 66 40 71
Treptow-Köpenick 79 42 26 45
Lichtenberg 66 33 28 35
Reinickendorf 59 28 16 27
Spandau 57 19 18 22
Marzahn-Hellersdorf 39 13 12 19

Was die Verteilung über die Bezirke zeigt

Die Spannweite ist erheblich: Zwischen dem dichtesten und dem dünnsten Bezirk liegt der Faktor 14. Das folgt nicht der Fläche – die größten Bezirke nach Quadratkilometern stehen am Ende dieser Liste – sondern der Bebauungsdichte und dem Alter der Quartiere. Wo Altbaublöcke mit Erdgeschossläden stehen, stehen Cafés; wo Zeilenbauten und Einfamilienhäuser dominieren, stehen sie nicht.

Die vier innenstadtnahen Bezirke an der Spitze tragen zusammen 1.654 der 2.533 Adressen, also gut die Hälfte des gesamten Bestands auf einem Bruchteil der Stadtfläche. Für die Suche heißt das: Innerhalb des Rings ist die Frage, welches Café, außerhalb ist sie, ob überhaupt eines in der Nähe ist.

Die Anteilsspalten daneben sind aussagekräftiger als die absoluten Zahlen, und sie folgen nicht automatisch der Dichte. Den höchsten Anteil an Außenplätzen hat Pankow mit 62 Prozent, den höchsten Anteil ausdrücklich stufenloser Häuser Lichtenberg mit 42 Prozent – gemessen jeweils am eigenen Bestand. Wer nach einem Tisch im Freien sucht, fährt deshalb nicht zwangsläufig ins Zentrum.

Alle Anteile hier zählen streng. Als stufenlos gilt nur, was ausdrücklich so eingetragen ist, nicht alles, wo das Feld irgendwie gefüllt wurde; die Sonntagsspalte rechnet gegen die 1.702 Adressen mit hinterlegter Öffnungszeit und nicht gegen den vollen Bestand. Beide Entscheidungen machen die Zahlen kleiner und belastbarer.

Über den Tag verteilt unterscheiden sich die Bezirke ebenfalls. Gemessen an den Adressen mit auswertbaren Öffnungszeiten hat Spandau den höchsten Anteil an Häusern, die bis 21 Uhr oder länger offen haben (35 Prozent), und Pankow den höchsten Anteil an Sonntagsöffnern (86 Prozent). Für den Morgen führt Reinickendorf: Dort nennen 22 Prozent der Cafés Frühstück oder öffnen spätestens um 7 Uhr. Die vollständigen Listen dazu stehen unter Frühstück in Berlin, Cafés sonntags geöffnet und Cafés abends geöffnet.

Wie gut ein Bezirk erfasst ist, schwankt ebenfalls, und das beeinflusst jede Zahl auf dieser Seite. In Treptow-Köpenick tragen 84 Prozent der Cafés Öffnungszeiten, die sich auswerten lassen, in Spandau 54 Prozent; berlinweit sind es 67 Prozent, der Abstand zwischen beiden Enden beträgt also 30 Prozentpunkte. Wo weniger eingetragen ist, fallen die Anteile für Sonntag, Abend und Morgen zwangsläufig niedriger aus, ohne dass dort weniger offen hätte. Der Vergleich zwischen Bezirken ist deshalb ein Vergleich dessen, was gepflegt wurde – ein Grund mehr, jede Angabe vor dem Weg an der Website des Hauses zu prüfen.

Nach Fläche gerechnet verschiebt sich die Rangfolge deutlich. Auf die Grundfläche des Bezirks bezogen liegt Friedrichshain-Kreuzberg vorn, vor Mitte und Charlottenburg-Wilmersdorf; am anderen Ende stehen Treptow-Köpenick, Spandau und Marzahn-Hellersdorf. Zwischen dem dichtesten und dem dünnsten Bezirk liegt dabei der Faktor 41 – deutlich mehr als bei den absoluten Zahlen, weil die großen Flächenbezirke ihre Häuser über weite Strecken verteilen. Für einen Fußweg ist diese Rechnung die ehrlichere.

Die zwölf Bezirke sind außerdem nicht die Einheit, in der über die Stadt gesprochen wird. Prenzlauer Berg gehört zu Pankow, Kreuzberg und Friedrichshain bilden zusammen einen Bezirk, Wedding und Moabit liegen in Mitte – gesucht wird aber nach dem Ortsteil. Deshalb gibt es unterhalb dieser Ebene eigene Seiten für die 22 meistgenannten Lagen; sie rechnen gegen dieselbe Grundgesamtheit und schneiden sie nur anders zu.

Was die Tabelle nicht zeigt, ist Qualität. Dichte sagt, wie weit der Weg zum nächsten Haus ist, und sonst nichts. In den dünn besetzten Bezirken tragen einzelne Häuser das ganze Viertel – sie sind oft voller, haben längere Öffnungszeiten und ein treueres Publikum als der Durchschnitt der Innenstadt.

Eine Ebene tiefer: die Ortsteile

Dieselben Adressen, feiner geschnitten. Jede Seite nennt ihren Bezirk mit.

Häufige Fragen zu den Bezirken

Welcher Berliner Bezirk hat die meisten Cafés?

Mitte mit 555 Adressen, vor Charlottenburg-Wilmersdorf (405) und Friedrichshain-Kreuzberg (394).

Warum fehlen Prenzlauer Berg und Kreuzberg in dieser Tabelle?

Weil beide Ortsteile sind und keine Bezirke. Prenzlauer Berg gehört zu Pankow, Kreuzberg zu Friedrichshain-Kreuzberg. Da die meisten Menschen den Kiez meinen und nicht den Verwaltungsbezirk, haben beide zusätzlich eine eigene Seite.

Wie kommt die Zuordnung zum Bezirk zustande?

Über die Koordinate des Eintrags gegen die amtlichen Ortsteilgrenzen des Geoportals Berlin, nicht über ein Adressfeld. Ein Adressfeld ist nur bei einem Teil der Einträge gepflegt; die Koordinate liegt bei allen vor. Deshalb geht keine Adresse verloren.

Summieren sich die Bezirkszahlen zum Gesamtbestand?

Ja, exakt: 2.533. Das wird bei jedem Neuaufbau der Daten geprüft – stimmt die Summe nicht, bricht der Build ab. Jede Adresse liegt in genau einem Bezirk.

Ortsteile mit eigener Seite

Zehn Ortsteile sind groß genug für eine eigene Liste und tragen einen Namen, den kaum jemand als Bezirk sucht.